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Surf Glossar

Backwash

Beim Backwash wird eine ankommende Welle am Ufer so reflektiert, dass sich eine ablandige Welle formiert. Wenn eine ankommende und eine zurücklaufende Welle aufeinandertreffen, baut sich die ankommende Welle kurzzeitig größer auf, was häufig dazu führt, dass diese plötzlich bricht. Starker Backwash kann sehr unvorhersehbare Bedingungen erzeugen und daher eine Gefahr für Surfer darstellen.

Barrel

Wenn eine Welle hohl bricht. Im Prinzip gleichbedeutend mit Tube.

Beach Break

Ein Beach Break ist eins Surf-Spot, der an einem Sandstrand bricht. Die Form der Wellen hängt dabei von der jeweiligen Form der Sandbänke ab. Da sich diese relativ schnell ändern können, können sich auch die Bedingungen zum Surfen entsprechend ändern.

Channel

Kanal im Meeresboden in Landnähe. Dadurch, dass das Meer hier tiefer ist, brechen die Wellen aufgrund fehlender Kompression nicht. Das Wort wird oft gleichbedeutend mit einer ablandigen Strömung verwendet.

Clean-Up Set

Hin und wieder kommen Sets, die deutlich größer sind, als die regelmäßig brechenden Sets. Dazwischen können gut und gerne 20-30 Minuten sein, oder sie kommen sogar nucr einmalig. Deshalb sind die meisten Surfer nicht darauf vorbereitet und wer nicht hellwach ist, oder am falschen Ort, wird von den Sets durchgewaschen, weil sie aufgrund ihrer Größe deutlich weiter draußen brechen. Clean-Up Sets gibt es fast immer.

Close Out

Von Close Out spricht man, wenn eine Welle mit einem Mal auf der ganzen Breite bricht. Dementsprechend gibt es keine Möglichkeit für einen Surfer, entlang dem Face der Welle zu fahren.

Current

Englisch für Strömung im Meer. Siehe auch Rip

Cutback

Surfmanöver, bei dem aus einer flüssigen Bewegung die Fahrtrichtung von der Fahrt mit der Laufrichtung der Welle in die entgegengesetzte Richtung geändert wird. Man fährt beim Cutback kurzzeitig dem brechenden Teil der Welle entgegen.

Drop In

Dropping in, oder eingedeutscht manchmal ‚reindroppen‘, ist ein schwerer Regelverstoß beim surfen. Nach allgemeiner Surf-Etiquette darf immer der Surfer eine Welle nehmen, der sie am tiefsten im Line Up anpaddelt. Am tiefsten heißt, der, der am nächsten zum gebrochenen Teil sitzt. Wenn jemand aus einer anderen Position nun die Welle nimmt, stiehlt er quasi die Welle. Das nennt man dann einen Drop In. Ein Drop In ist nicht nur falsch, sondern auch gefährlich. Bei einem versehentlichen Drop In sollte man sich sofort entschuldigen und dem ‚Geschädigten‘ ggf. später eine Welle überlassen. Wenn ihr wiederholt anderen Surfern reindroppt, wird das zwangsläufig zu Stress führen (und das zu Recht…). Daher sollte man vor dem Take-Off stets noch einmal gegen die Laufrichtung der Welle schauen, um sicher zu sein, dass noch Niemand drauf ist.

Duck Dive

Technik um beim rauspaddeln aufs Meer ein Surfbrett durch eine entgegenkommende Welle zu tauchen.

Face

Das (der, die??) Face einer Welle ist der ungebrochende Teil, auf welchen man sich als Surfer normalerweise bewegt.

Goofy

Goofy nennt man bei Board-Sportarten die Beinstellung, bei der der rechte Fuß vorn und der linke Fuß hinten steht. Das Gegenstück dazu nennt man Regular.

Hold-Down

Von einem Hold-Down spricht man, wenn ein Surfer von einer oder mehreren Wellen unter Wasser gehalten wird, ohne zwischendurch wieder an die Oberfläche zu gelangen.

Impact Zone

Die Einschlagzone der brechenden Wellen. Als Surfer versucht man sich von dieser fern zu halten.

Inside

Eine Inside gibt es an manchen Spots, in der Regel bei etwas größeren Wellen. Hier brechen sich kleinere Wellen, die durch das äußere Line-Up (Outside) durchgelaufen sind, ohne zu brechen. Manchmal ist es auch ein Rebrake, von Wellen, die schon einmal gebrochen waren.

Leash

Eine Leash wird beim Wellenreiten am hinten auf dem Brett positioniertem Bein befestigt und stellt eine Verbindung zwischen dem Surfer und dem Brett her, damit das Brett bei einem Waschgang nicht verloren geht. Siehe auch Leg Rope

Leg Rope

Andere Bezeichung für eine Leash. Ist mir persönlich insbesondere in Australien begegnet, in Europa eher unüblich.

Line Up

Der Ort an einem Surf Spot, an dem die meisten Wellen beginnen zu brechen. Hier positionieren sich Surfer im Wasser.

Longboard

Klassiche Surfboard Form, siehe Malibu.

Malibu

Klassiche Surfboard Form. Auch Longboard genannt. Üblicherweise ca. 8-10ft. lang. Board, welche die gleiche Grundform aufweisen, aber kürzer sind, werden Mini-Malibus, oder einfach Minimals genannt.

Siehe Take-Off

Regular

Regukar nennt man bei Board-Sportarten die Beinstellung, bei der der linke Fuß vorn und der rechte Fuß hinten steht. Das Gegenstück dazu nennt man Goofy.

Rip

Englisch für eine landnahe Strömung im Meer. Siehe auch Current

Rocker

Rocker bezeichnet die Kurve an der unteren Seite eines Surfboards, wenn man dieses im seitlichen Profil betrachtet. Ein flacher Rocker (also eine flachere Kurve) macht ein Board schneller, aber weniger wendig, ein stark ausgeprägter Rocker entsprechend das Gegenteil. Für größere Wellen ist mehr Rocker von Vorteil, weil diese von sich aus schon für eine sehr hohe Geschwindigkeit sorgen. Weniger Rocker macht es beim Anpaddeln einfacher eine Welle zu bekommen.

Schulter/ Shoulder

Bezeichnet bei einer Welle das obere Ende im ungebrochenen Teil.

Section

Von einer Section spricht man, wenn das Face einer Welle auf einer kurzen Strecke anfängt zu brechen, so dass der Surfer um ein Sektion aus Weißwasser herum fahren muss, um die Welle weiter zu surfen.

Set

Das englische Wort set bezeichnet eine Reihe von Wellen (i.d.R 3-5), die größer ist als die regelmäßig ankommende Brandung. Sets kommen normal mit einem Abstand von einigen Minuten. Surfer im Line-Up warten üblicherweise auf sets, um die größeren und kraftvolleren Wellen surfen zu können. Es gibt keine sinnvolle deutsche Übersetzung. Manchmal auch wave set

Shore Break

Bei einem Shore Break brechen die Wellen erst direkt am Ufer. Hier entlädt sich die gesamte Kraft der Welle auf kürzester Distanz und bei minimaler Wassertiefe. Deshalb können sie sehr gefährlich sein und auch kleine Wellen schon eine enorme Kraft entwickeln.

Shortboard

Moderne Surfbrettform. Durch die geringe Größe sind Shortboards sehr wendig und können beim Paddeln leichter durch entgegenkommende Wellen getaucht werden. Durch das geringere Volumen ist diese Boardform aber langsamer beim Paddeln und erfordert mehr Balance beim Aufstehen und Surfen.

Take-Off

Bewegung mit der ein Surfer von einer auf dem Brett liegenden Position aufspringt, um eine Welle zu surfen. Auch Pop-Up genannt.

Tidenhub

Höhendifferenz zwischen Ebbe und Flut. Da die Wasserstände bei Ebbe und Flut von Sonne, Mondphasen und geographischen Beschaffenheiten abhängen, gilt gleiches auch für den Tidenhub.

Tube

Eine hohl brechende Welle, bei der sich ein zwischen Lippe und Face ein Hohlraum bilden, in dem man surfen kann. Wellen mit Tubes sind sehr steil und schnell und Tube-Rides sind normal sehr guten Surfern vorbehalten. Siehe auch Barrel.

Turtle Roll

Technik um beim Paddeln mit einem großen Board (z.B. Longboard) durch entgegenkommende Wellen zu manövrieren. Das Board wird dabei um 180° um die Längsachse gedreht, so dass die Unterseite mit den Finnen nach oben aus dem Wasser zeigt. Der Surfer befindet sich unter dem Brett im Wasser, wenn die Welle passiert.

Wave Set

Siehe Set.

Wipe Out

Beim Wipe Out haut es den Surfer regelrecht vom Board. Im Prinzip umfasst der Begriff alle unfreiwilligen Abgänge, bei denen die Welle einen auf dem Brett stehenden Surfer ins Wasser wirft.