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Surf-Fitness / Training

Surf Balance Board Review: Indo Board, Bredder Balance & Co. im Test 2019

Hier findest du einen der größten Tests zum Thema Surf Balance Boards. Beim Surfen ist es logischerweise von Vorteil, wenn man gut und sicher auf seinem Board steht. Schließlich dreht sich alles nur um diese 10-30 Sekunden, die man auf einer Welle fährt. Der Trainingseffekt in diesem Zeitraum ist natürlich sehr überschaubar. Daher ist es naheliegend, dass man auf die Idee kommt, seine Balance und die dafür benötigten Muskelgruppen auf andere Art und Weise zu trainieren. Besonders dann, wenn gerade keine Wellen in Sicht sind. So wurde z.B. auch von Surfern das Skateboard (und später das Surfskate) erfunden.

Es gibt aber auch Varianten für die eigenen 4 Wände – Surf Balance Trainier für zuhause. Klassiker ist das Indo-Board, quasi das Tempo-Taschentuch unter den Surf Balance Boards. Mittlerweile gibt es aber zahlreiche Alternativen. Ich habe einige Varianten genauer unter die Lupe genommen und mir ein Bild davon gemacht, was das ganze überhaupt bringt.

Dieser Beitrag soll alle Fragen, die du als Surfer zum Thema Surf Balance Boards hast, beantworten. Er fasst die Ergebnisse zahlreicher Tests verschiedener Boards zusammen. Mittlerweile bildet er einige Jahre an Erfahrungen mit verschiedensten Boards in verschiedenen Anwendungsfällen ab. Die Tests werden seit dem ersten Erscheinen am 16.2.2016 laufend erweitert, um mit dem Markt Schritt zu halten.

Was ist ein Surf Balance Board?

Bevor es ins eingemachte geht, sollten wir kurz klären, um was es hier genau geht. Was ist überhaupt ein Surf Balance Board? Da der Duden keine Definition hergibt, müssen wir unsere eigene entwerfen:

Ein Balance Trainer der…

  • unter anderem aus einem Brett (Board) besteht,
  • dem Nutzer einen “Surf Stance” erlaubt
  • und sich generell an den Bedürfnissen von Board-Sportarten orientiert.

Dadurch grenzen sich Surf Balance Trainer von einfachen “Wackelbrettern”, Luftkissen oder sonstigen Fitnessorientierten Geräten ab. D.h. natürlich nicht, dass letztere per se schlechter sind und von Surfern nicht benutzt werden sollten. Sie haben einfach nur einen anderen Fokus.

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Welche Arten von Surf Balance Boards gibt es?

Wie unterscheiden sich Surf Balance Trainer voneinander? Das klassische Indo Board ist nichts anderes als eine Rolle und ein Brett mit zwei Stoppern an den Enden. Diese verhindern, dass man zur Seite über das Ende hinaus rollt. Das heißt es gibt (zumindest in Grundstellung) nur einen lateralen Freiheitsgrad, nach vorne und hinten muss kein Gleichgewicht gehalten werden.

Wer etwas mutiger ist, kann das Brett um 90° drehen, so dass das Gleichgewicht nur über die Querachse gehalten werden muss, jedoch nie in mehrere Richtungen gleichzeitig. Der Markt gibt aber mittlerweile mehr her. Im folgenden Surf Balance Board Test findet ihr mit dem Cool Board und dem Wonkyboard auch zwei Produkte, die mehr Freiheitsgrade haben.

Das Cool Board läuft auf einer Kugel, so dass die Herausforderung an die Balance maximal und in alle Richtungen ist. Das Wonkyboard steht auf einer schmalen Rolle mit stark abgerundeten Kanten. Diese ist in zwei Schienen geführt. Dadurch kippt das Board bei Gewichtsverlagerung nach vorne oder hinten.

Folgend eine kleine Übersicht, welche die verschiedenen Boards kategorisiert:

Balance Element:

  • 1 Freiheitsgrad
    – Rolle (Indo Board, Daffy Board, Bredder)
  • Mehrere Freiheitsgrade
    – Kugel (Cool Boad)
    – geführte schmale abgerundete Rolle (Wonkyboard)

Ausführung des Boards:

  • Mit Begrenzern/ Überrollschutz (Wonkyboard, Indo Board, Daffy Board, Cool Board)
  • Ohne Begrenzer/ Überrollschutz (Bredder)

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Surf Balance Board

Bild: Einige Balance Boards, wie hier das Daffy Board, laden zu allerhand spielereien ein. Balanciert man längs auf der Rolle, ergibt sich eine ganz neue Herausforderung.

Was bringt das Training mit dem Surf Balance Board?

Auch das beste Balance Board lässt kein originales Surf-Feeling aufkommen. Man kann zwar einiges simulieren und üben, aber mit Geschwindigkeit und Fliehkraft in den Turns ist es einfach etwas völlig anderes, als wenn man sich in der Wohnung auf einem Holzbrett dreht. Manöver und Bewegungsabläufe können auf einem Balance Board höchstens in Ansätzen trainiert werden. Trotzdem – die Dinger machen irre Spaß! In der Zeit, in der ich die Testbretter bei mir rumstehen hatte, konnte ich es kaum erwarten nach Hause zu kommen, aufzuspringen und neue Tricks und Übungen auszuprobieren.

Und ich glaube, wenn man es clever anwendet, bringt das Ganze auch etwas fürs Wellenreiten. Gerade für den ‚landlocked‘ Surfer finde ich es eine interessante Komponente, um in der „meerfernen“ an sich zu arbeiten. Es wird die stabilisierende Hüftmuskulatur stark beansprucht und mit entsprechenden Übungen wie z.B. Squats im Surf-Stance, kann die beim Surfen so wichtige Beinmuskulatur hervorragend trainiert werden.

Daher: Meiner Meinung nach, sollte jeder Surfer so ein Gerät zuhause haben. Im Netz findet man auch allerhand „wissenschaftlicher“ Erklärungen, zum Nutzen von Balance Boards. Die würde ich aber einfach mal außer Acht lassen, denn letztendlich hilft nur eins: Selber ausprobieren.

Für mich sind die Dinger Gold wert. Ich hatte vor ein paar Jahren einen Knorpelschaden im Knie und seitdem in dem Bereich öfters Probleme. Das regelmäßige Balance Board Training hat mir in kürzester Zeit (2-3 Wochen) deutlich mehr Stabilität in den Knien gegeben und die Beschwerden fast komplett beseitigt.

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Cool Board - Surf Balance Board

Bild: Auf dem Cool Board wird eine einfache Kniebeuge zur Herausforderung.

Was ist die richtige Unterlage/ Untergrund für Surf Balance Boards

Der heimische Parkettboden ist sicher nicht der richtige Untergrund für ausgedehnte Balance Board Sessions. Macken sind sonst vorprogrammiert. Grundsätzlich kann man sagen: Die Oberfläche sollte eher glatt, unempfindlich und nicht zu weich sein. Je weicher, desto langsamer die Rollgeschwindigkeit – das gilt für alle Boards. Eine Yogamatte ist daher nicht die optimale Unterlage, bzw. eher für Anfänger geeignet. Durch die weiche Beschaffenheit versetzt sie sonst die Balance Boards in den Wellness Modus.

In manchen Situationen, wenn man sich z.B. an neuen Tricks versucht, kann man diese Eigenschaft natürlich bewusst einsetzen, um die Situation etwas zu entschärfen. Ein dünner Teppich, der wenig nachgibt ist für den normalgebrauch eine mögliche Variante, je nach Beschaffenheit droht hier aber ein verrutschen und drehen. Einige Hersteller (Daffy Board, Bredder) liefern bei Ihren Boards auch Matten mit. Besonder gut hat mir dabei die von Daffy gefallen. Diese kann auch einzeln gekauft werden und somit auch für andere Boards verwendet werden.

Bei den mehrdimensionalen Boards ist das längliche Format mit einem Abmaß von 1520x580mm jedoch nicht wirklich ausreichend, so dass ich an der langen Seite noch eine weitere Absicherung nötig ist. Wer sich eine individuell passende Arena bauen will, kann auf eine Puzzlematte*, wie man sie in einigen Fitnessstudios findet, zurückgreifen.

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Sollte ich Barfuß oder mit Schuhen aufs Balance Board?

Die Frage nach der richtigen Fußkleidung lässt sich schnell beantworten: Beim Surfen bin ich Barfuß, also Barfuß! Wer griffige Skate-Schuhe hat, kann diese anfänglich für einen stabileren Stand verwenden. Der Unterschied ist merklich, die Herausforderung wird dadurch herabgesetzt. Aber langfristig wollen wir das ja nicht.

Bild: In Gedanken in den Backside Barrel ;-) Balance Boards bringen Stabilität und Power in den Beinen.

Bild: Balance Boards wie das Wonkyboard bringen Stabilität und Power in den Beinen.

Surf Balance Boards im Test

Indo Board Classic

Wonkyboard Allround

Cool Board Pro-Ball Fast

Daffy Board

Bredder Balance

Indo Board Classic

Indo Board - Surf Balance Board

Die meisten haben es wahrscheinlich schon mal ausprobiert, oder zumindest irgendwo gesehen. Das Indo Board gibt es schon seit Jahren und es ist aus diesem Grunde weltweit wohl das am weitesten verbreitete Surf Balance Board. Da es mittlerweile zahlreiche alternativen kleinerer deutscher Hersteller gibt, ist es aber hierzulande kaum noch der Platzhirsch.

Das Prinzip ist einfach und oft kopiert: Eine Rolle, ein Brett und an den Enden jeweils ein Stopper, damit man nicht drüber hinausschießt. Der Freiheitsgrad ist dementsprechend nur seitlich. Es können damit Tricks wie z.B. 180‘s oder Shove-its und je nach Phantasie des Nutzers noch diverse andere gemacht werden. Ausgelegt ist es jedoch eher auf Balance-Übungen. Das liegt auch am relativ schweren Brett.

Die Verarbeitung sowohl vom Brett, als auch von der Rolle ist beim Indo Board sehr solide. Auf der Plastikrolle sind angeraute Streifen, welche dafür sorgen, dass die Rolle sich bei Drehmanövern auf den meistern Untergründen nicht mit dreht. Die Oberfläche ist ein Grip-Paint, welcher die sichere Verwendung mit schuhen ermöglicht. Barfuß geht es natürlich auch.
Im Vergleich zur Konkurrenz ist der Start mit dem Indo Board verhältnismäßig leicht. Das große schwere Brett und die angeraute Rolle machen das Board eher langsam. Das Setup ermöglicht zudem eine leichte Kontrolle. Zum moderaten Tempo trägt auch die relativ dicke Rolle bei. Diese macht dem Anfänger den Aufstieg allerdings etwas schwieriger. Insgesamt ist das Indo Board aber auch für Leute die (noch) eine eher mittelmäßige Balancefähigkeit haben geeignet.

Neben dem hier vorgestellten Indo Board Classic gibt es noch diverse andere Varianten. Das Indo Board kannst du -> HIER kaufen*.

Schwierigkeit: 2,5 von 5

Kontrolle: 3,5 von 5

Tricks: 4 von 5

Fitnessfaktor: 3 von 5

Preis/ Leistung: 3 von 5

Wonkyboard Allround

Wonkyboard

Das Wonkyboard war beim Test für mich eine positive Überraschung! Als ich es im Internet das erste Mal gesehen habe, konnte ich mir nicht so richtig vorstellen, was mich erwartet, aber das Wonkyboard hat vom ersten Draufstehen an Spaß gemacht. Mit 119 Euro das günstigste Board, was man ihm aber nicht anmerkt. Sowohl Brett, als auch Rolle sind aus Holz. Beides ist „Made in Germany“ und von entsprechender Qualität. Unter dem Brett sind im Rechteck Holzstreben eingebaut, die die Rolle führen und verhindern, dass man zu weit rollt.

Bei Drehmanövern mit dem Wonkyboard wird die Rolle so immer mitgedreht. Die Holzrolle des Wonkyboards ist relativ schmal und hat abgerundete Kanten, so dass das Board auch nach vorne und hinten kippen kann. Dadurch ergibt sich im Gegensatz zum Indo Board ein weiterer Freiheitsgrad, was die Sache auf jeden Fall spannender macht. Wenn man auf das Balance Board aufsteigt, fühlt es sich auf Anhieb etwas kippeliger an, als die rein lateralen Balance Trainer Indo Board & Co., obwohl die Holzrolle ein wenig langsamer rollt als etwa die des Daffy Boards.

Das Brett des Wonkyboards ist mit ca. 79cm relativ lang. Da die Enden schmal zulaufen, bekommt man als großer Mensch jedoch Probleme seine Füße unterzubringen, wenn man auf dem Board in den Surf-Stance steht. Es ist aber noch Machbar und ich würde das einfach mal als zusätzliche Herausforderung betrachten. Weil man beim Wonkyboard die Rolle in verschiedene Richtungen in Bewegung setzt (sie dreht sich ja mit), ist der benötigte Platz etwas größer als bei den anderen Boards, wenn man sich voll ausleben will. Da die Rolle aus Holz ist, wäre vielleicht noch eine Langzeiterfahrung im Hinblick auf den Verschleiß interessant. Auch vom Wonkyboard gibt es verschiedene Varianten. Wer in Portugal unterwegs ist, kann sich selbst ein Bild davon machen. Im Slide Surfcamp, südlich von Porto, befindet sich ein Wonkyboard Testcenter. Zu erwerben ist das gute Stück auf www.wonkyboard.com.

Das Wonkyboard gibt es in den vier verschiedenen Formen Allround, Skate, Rider & Fun. Diese unterscheiden sich in der Maßen des Bretts, die Rolle ist immer die gleiche. Getestet wurde die Variante Allround.

Schwierigkeit: 3,5 von 5

Kontrolle: 3 von 5

Tricks: 3 von 5

Fitnessfaktor: 4 von 5

Preis Leistung: 5 von 5

Cool Board Pro-Ball Fast

Cool Board

Das Cool Board balanciert nicht auf einer Rolle, sondern auf einem Ball und hat somit einen 360° Freiheitsgrad. Das Gerät gibt es in verschiedenen Anspruchsstufen. Das Brett ist dabei im Prinzip immer gleich, es gibt aber zwei verschiedene Größen, welche für unterschiedliche Fuß- und Körpergrößen empfohlen werden. Von einem einfachen Kissen, über einen aufblasbaren Ball, bis hin zu den „Pro Balls“, welche in drei Größen (100, 125 und 150mm) und zwei Geschwindigkeiten verfügbar sind, gibt es ein ganzes Arsenal an Unterlagen mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad.

Getestet wurde der größte und schnellste Ball. Diese Variante ist schon sehr anspruchsvoll. Das pure balancieren ist mit großem Abstand schwieriger als auf allen anderen Surf Balance Boards. Wenn du damit am Anfang noch Probleme hast, solltest zur Unterstützung eine Wand oder einen Stuhl dazu nehmen. Bei Regelmäßiger Benutzung bekommst du nach einiger Zeit auch die maximale Ausbaustufe unter Kontrolle. Und die hat es durchaus in sich. Hier ist das bloße aufsteigen und balancieren ohne Hilfsmittel schon eine Herausforderung. Sobald du einigermaßen sicheren Stand gefunden hast, kannst du versuchen das Board kontrolliert auf dem Ball hin und her zu rollen, oder Kniebeugen zu machen. Viel mehr ist aber nicht möglich. Das Cool Board ist eher ein anspruchsvoller Balance Trainer, den man gut in ein Fitness Work-Out einbauen kann, als ein Fun-Sport Gerät, das unglaubliche Tricks ermöglicht.

Das Cool Board war in Deutschland eine Zeit lang über Amazon erhältlich. Mittlerweile muss es aber direkt in England über coolboard.co.uk bestellt werden.

Schwierigkeit: 5 von 5

Kontrolle: 1 von 5

Tricks: 1 von 5

Fitnessfaktor: 5 von 5

Preis/ Leistung: 3 von 5

Daffy Board

Daffy Board - Surf Balance Board

Beim Daffy Board läuft es nach dem gleichen Grundprinzip wie beim Indo-Board: Eine Rolle und ein Brett mit Stoppen am Ende. Die Rolle gibt es in 125mm (Anfänger) und 160mm (Fortgeschrittene) Dicke (getestet wurde 160). Was die Brettlänge angeht, sind beide Boards in etwa gleich, das Daffy Board ist jedoch eine ganze Ecke schmaler und leichter. Dadurch lassen sich Drehungen leichter einleiten und das Board wirkt etwas agiler. Allerdings ist die Kontrolle eher gering. Die Rolle scheint ein Stück Meterware zu sein und macht nicht den Eindruck, dass hier viel Muße in die Optimierung gesteckt wurde.

Sie ist sehr glatt und dreht sich bei Brettdrehungen öfters mit über den Boden, so dass das Brett am Ende anders auf der Rolle steht, als eigentlich vorgesehen.
Durch die geringere Breite des Bretts, fühlt man sich auch etwas unsicherer als auf dem Indo Board, wenn man z.B. um 90° gedreht auf der Rolle balanciert. Diese ist zudem etwas schneller als die griffigere Indo Board Rolle.

Für den Anfänger sind die ersten Schritte dadurch wohl ein wenig schwieriger. Spaß macht aber auch das Daffy Board und die höhere Herausforderung gegenüber dem Indo Board würde ich nicht unbedingt als Nachteil sehen. Persönlich habe ich ein Daffy Board in häufiger Benutzung.

Ein absolutes Plus ist die mitgelieferte Matte, welche ich beim Test auch für andere Boards verwendet habe. Die Daffy Board Familie ist mittlerweile ebenfalls gewachsen und es gibt verschiedene Boardformen. Getestet wurde das Daffy Board Classic. Wie das Wonky Board und das Bredder ist es Made in Germany.

Dass Daffy Board kannst du -> HIER kaufen*.

Schwierigkeit: 3 von 5

Kontrolle: 2 von 5

Tricks: 4 von 5

Fitnessfaktor: 3 von 5

Preis/ Leistung: 4 von 5

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Bredder Balance

Brdder Balance - Surf Balance Board Test

Das Bredder Surf Balance Board nimmt im Testfeld einen besonderen Platz ein. Das „Bredd“ ist das hippe, formschöne Möbelstück unter den Balance Trainern. Hier ist den Machern ein wirklich schönes Produkt gelungen.

Das geölte Holzbrett macht optisch einiges her und fühlt sich hochwertig an. Im Gegensatz zur Konkurrenz ist auf der Oberfläche kein Grip-Paint oder Grip-Deck aufgebracht. “Unser Bredder Balance Board ist absolut auf Barfußnutzung ausgelegt”, lässt Valentin, einer der Gründer von Bredder wissen. Dadurch ergibt sich ein tolles haptisches Erlebnis. Es fühlt sich einfach gut an den Füßen an. Außerdem sorgen zertifiziertes Holz und Handproduktion in Deutschland für ein ruhiges Gewissen.

Nun ist das gute Stück natürlich nicht bloß zum angucken gemacht. Schauen wir uns also mal die funktionellen Details an. Das Brett ist gibt es in zahlreichen Designs und zwei verschiedenen Formen, “Fish” und “Shorty”, welche sich an den entsprechenden Surfboard Shapes orientieren. Getestet habe ich das Fish, wobei ich behaupten würde, dass die Unterschiede rein optischer Natur sind.

Das Board ist ziemlich groß und ist daher auch gut für größere Menschen geeignet – für mich ein Pluspunkt und ich fühle mich sehr wohl drauf. Mit 90cm ist es das längste Board im Test. Im Gegensatz zu den Meisten Mitbewerbern hat das Bredd keine Begrenzer, die verhindern, dass das Baord über das Ende hinausrollen kann, aber Bredder Balance gleicht das mit einer super Kontrolle aus.

Die Holzrolle ist Gummummantelt und sorgt für ein extremes Maß an Kontrolle. Ist das Board mit dem Körpergewicht belastet, bewegt und dreht sich nichts. Durch Entlastungsbewegungen wird es aber gut und sehr definiert drehbar. In Anbetracht der Tatsache, dass Kompression und Dekompression des Körpers ein wichtiger Bestandteil von Surf-Manövern ist, ist das ein fetter Pluspunkt für das Bredd. Das eher langsame Abrollverhalten fühlt sich dazu sehr stimmig an. Ich habe den Eindruck, dass sich Bredder von allen Anbietern die Größte Mühe für ein stimmiges Gesamt-Setup gemacht hat.

Das hat allerdings auch seinen Preis. Mit 249 Euro ist das Bredd eines der teureren Boards im Test. Du bekommst dafür aber in jedem Fall einen angemessenen Gegenwert.

Kaufen kannst du das Bredder Balance Board hier im Bredder Shop*.

Schwierigkeit: 2,5 von 5

Kontrolle: 5 von 5

Tricks: 4 von 5

Fitnessfaktor: 3 von 5

Preis/ Leistung: 4 von 5

Bredder Balance Board Ansicht

Bild: Wie ein Möbelstück – das Bredder fügt sich als Wohnaccessoire perfekt ein.

Fazit

Meine Meinung: Jeder Surfer sollte sich über kurz oder lang ein Balance Board anschaffen. Es sollte allerdings auch jedem klar sein, was er vom Training damit erwarten darf. Bewegungsabläufe, Manöver und Skills können nur sehr begrenzt zuhause im Wohnzimmer trainiert werden. Dafür aber jede Menge körperliche Grundlagen, welche dir auf dem Surfboard helfen. Balance, Stabilität und Fitness können spielerisch in den eigenen vier wenden verbessert werden. Spaß ist dabei garantiert und der Aufwand ist Minimal (Schrank auf, Board raus, loslegen).

Eine pauschale Empfehlung, welches Board das Beste ist, ist nicht möglich. Der Markt an verschiedenen Modellen ist groß geworden und wächst stetig. Balance, Stabilität und Fitness kannst du mit jedem der getesteten Surf Balance Boards trainieren. Um das richtige für dich zu finden, musst du weiter ins Detail gehen. Willst du eine möglichst großer Herausforderung oder eher ein sehr sicheres Brett? Soll es Nachhaltig produziert sein? Möchtest du Skate-Tricks üben? Brauchst du ein Hardcore Fitnessgerät oder ein reines Spaß-Instrument? Wie groß ist dein Budget? Denke über diese Fragen und alles was dir wichtig ist nach und schau dir nochmal die einzelnen Testberichte an. Dann wird dir dieser Beitrag hoffentlich dabei helfen, die richtige Wahl zu treffen.

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Surf Balance Board Review: Indo Board, Bredder Balance & Co. im Test 2019
5 (100%) 2 Bewertungen
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4 Kommentare Surf Balance Board Review: Indo Board, Bredder Balance & Co. im Test 2019

  1. kati

    ich bin grade über surfnomade auf deinen Blog gekommen, tolle Themen und Texte! Ich kann den nächsten Surfurlaub kaum erwarten und mit dem besseren Wetter so langsam auch wieder motiviert, dafür etwas zu tun (als sonst größter Sportmuffel). Deshalb finde ich deinen Beitrag über die Boards super, bin schon am überlegen mir auch eins zuzulegen. Liegestütze wären für den Anfang zwar auch sinnvoll, aber ich kann mit gut vorstellen, wie viel Spaß das üben damit macht 🙂 Als Anfänger und dieses Jahr dank Praxissemester auch nur höchstes zwei Wochen zum verreisen zur Verfügung, wäre es immerhin eine kleine Vorbereitung 🙂
    ein sehr schöner Blog! liebste Grüße, kati

    Antworten
    1. Dennis

      Hi Kati! Schön, dass dir mein Blog gefällt! Wenn du Fit zu deinem Surftrip aufbrichst, dann hast du am Ende einfach viel mehr davon! Wenn eine konkrete Reise bevorsteht, motiviert mich das immer mich aufzuraffen. Eine super Möglichkeit ist auch Stand-Up Paddling, bzw Paddleboarding, weil das nicht so monoton und langweilig ist, wie z.B. Schwimmen und du in der Natur bist. Dazu geht morgen übrigens bei mir ein Artikel online und demnächst eventuell noch eine Weiterer, konkret zum Thema Training mit dem Paddleboard.

      Antworten
  2. Pingback: Durch gute Fitness das Maximale aus deinen Surftrips rausholen - landratten.org

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