Sensoboard Test & Erfahrungen

Sensoboard mit Landratten Tester Tim

Das Sensoboard ist ein Balance Board der etwas anderen Art. Es ist das Resultat aus 20 Jahren Leistungssport und einem Studium der Sportwissenschaften. Wenn du es genau wissen willst, dann lies diesen Beitrag!

Der Gründer Moritz Martin, ehemaliger Vize-Weltmeister im Windsurfen, hat mit seiner sportlichen und wissenschaftlichen Expertise das Sensoboard entwickelt und patentieren lassen. 

Das hat unser Interesse geweckt und wir haben uns ein Testboard nach Portugal schicken lassen, um es auf Herz und Nieren zu prüfen.

Laut eigener Aussage ist das Sensoboard “weit mehr als ein Balance Board”. Ob das stimmt, erfahrt ihr in diesem Testbericht. 

Das Sensoboard unterscheidet sich in der Bauart von gewöhnlichen Surf Balance Boards. Dadurch ergeben sich etwas andere Einsatzbereiche.

Es ist ein Balance Board, welches vor allem im Fitness und Rehabereich zum Trainieren der Koordination und der Tiefenmuskulatur exzellente Erfolge erzielen kann. 

Übrigens ist der Sensoboard Test Teil unseres großen Balance Board Tests. Darin vergleichen wir viele gängige Modelle und Marken, um dir zu helfen das optimale Produkt für deine Bedürfnisse zu finden. 

Sensosports und sein Erfinder Moritz Martin

Bild: Sensoboard Erfinder Moritz Martin ist 19-Facher Deutscher Meister im Windsurfen (Foto: Henning von Jagow)

Es ist oft ein Vorteil, wenn der Gründer eines Unternehmens mit Expertise in relevanten Bereichen glänzen kann. Bei Moritz Martin ist das sicherlich der fall.

Er blickt zurück auf 20 Jahre Leistungssport mit insgesamt 19 Titeln als Deutscher Meister in der Olympischen Windsurfklasse und der Raceboardklasse.

Zusätzlich folgten ein Sportwissenschafts-Studium, mehrfache Ironman Teilnahmen sowie Titel im Stand-up-Paddling. 

Als Profisportler wusste Moritz Martin, worauf es ihm ankommt, als er 2010 das Sensoboard entworfen hat. Er konzipierte ein Funktionssystem, welches auf einfache mechanische Weise dem Nutzer eine hohe Reflexaktivität verlangt. 

Damit wollte er ein Produkt entwerfen, das allen anderen Trainingssystemen für Balance und Koordination überlegen ist.

2012 war es dann soweit: Das Sensoboard war geboren und mit einem Patent geschützt. Zur Vermarktung wurde die Firma Sensosports gegründet.

Aufbau und Funktionsweise des Sensoboards

Funktionsprinzip des Sensoboards
Bild: Ausgeklügeltes System – Das Sensoboard ist auf einer Metallkugel gelagert und wird von Gummis in Position gehalten.

Anders als bei herkömmlichen Balance Boards besteht das Sensoboard aus einer Grundplatte, die durch Gummibänder mit dem Board verbunden ist, dazwischen befindet sich eine Kugel mit einer sehr geringen Auflagefläche.

Das Sensoboard ist also ein in sich geschlossenes System. Es wird durch Gummis zusammengehalten und ist dennoch sehr wackelig. Wer bereits Erfahrungen mit anderen Balance Boards gemacht hat, wird auf dem Sensoboard trotzdem erst einmal um Stabilität ringen. So auch unser Tester Tim.

Schon beim Entgegennehmen des Paketes mit unserem Testboard fällt auf: Das Sensoboard ist schwer. Ganze 15 Kg bringt es auf die Waage und ist damit eher für das Homegym geeignet. 

Der Grund für das Gewicht liegt auf der Hand. Das Sensoboard besteht aus hochwertigen MDF-Holzplatten und ist definitiv für Langlebigkeit und Robustheit ausgelegt, die Verarbeitungsqualität macht einen sehr guten Eindruck. Bei guter Pflege dürftedas Sensoboard viele Jahre halten.

Die patentierte Bauweise des Sensoboards hat seinen Grund. Während klassische Balance Boards mit Rolle das Gleichgewicht nur in einer Achse trainieren, kann das Sensoboard in alle Dimension wegkippen.

Die zuerst ungewohnte Freiheit des Boards lässt ein viel intensiveres Training vor allem auf der Rückenmarks ebene zu. Dadurch ist es für Anfänger zwar besonders schwierig auf dem Sensoboard zu stehen. Sensosports hat dafür aber eine Lösung parat, denn die Gummibänder gibt es in verschiedenen Stärken.

Aber nicht nur Gummibänder, die unterschiedliche Vorspannungen erzeugen, gibt es zur Auswahl. Sensosports bietet rund um das Sensoboard unterschiedliche Lösungen für variierende Anforderungen. 

So gibt es das Board aus verschiedenen Holzarten, je nach persönlicher Vorliebe. Andere Board Formen gibt es ebenfalls. 

Wir haben das Sensoboard in seiner Basisversion getestet.  Hier haben die Qualität der Materialien und die Verarbeitungsqualität bereits überzeugt. Es muss also nicht auf ein teureres Holz zurückgegriffen werden. Wer aber lieber ein Sensoboard aus massiver Eiche haben möchte, hat die Möglichkeit dies zu bestellen.

Unsere Erfahrungen und Eindrücke

Tim mit Sensoboard
Bild: Daumen hoch – Landratten Tester Tim ist zufrieden mit dem Sensoboard!

Unser Tester Tim hat sich das Sensoboard geschnappt und mit seinen Erfahrungen von anderen Balance Boards verglichen. Dabei ist ihm sofort aufgefallen, wie kippelig sich das Sensoboard im ersten Moment verhält, wenn man das klassische Rollen-Design anderer Boards gewohnt ist. 

Diese „Instabilität“ in alle Richtungen ist nach einer kurzen Eingewöhnungsphase aber dann einer der größten Pluspunkte des Sensoboards.   

Es erfordert viel Koordination das Board gerade zu halten, was im Umkehrschluss genau diese optimal trainiert. Speziell bei einbeinigen Bewegungen ist der Schwierigkeitsgrad aufgrund der kleinen Auflagefläche sehr hoch. 

Standardmäßig werden die schwarzen Gummis mitgeliefert. Diese gelten als Allrounder. Zusätzlich sind noch die Farben orange (höchster Schwierigkeitsgrad), weiß (perfekt für Einsteiger geeignet) und oliv (belastbar bis 150 kg) erhältlich.

Gewicht ist ein gutes Stichwort, denn der Schwierigkeitsgrad steigt mit höherem Körpergewicht. So sollte der Sportler für orange nicht mehr als 75 kg wiegen, während schwerere Nutzer mit den weißen Gummis eventuell einen besseren Einstieg finden. 

Bauartbedingt sind Surf- und Skatenahe Tricks wie Olli, Noseride oder 180s leider nicht möglich. Dafür muss auf ein klassisches Board zurückgegriffen werden.

Tims Fazit: 

“Ein super Trainingsgerät, um Koordination und Kraftübungen miteinander zu verbinden. Speziell, wenn man auf Rückenmarksebene (also nicht vom Gehirn gesteuert) Koordination trainieren will (z.B. wenn auf der Welle plötzlich unvorhergesehene Ripples und Drops sind). Ein Board, welches Surfbewegungen nachempfindet, ist es eher nicht.”

Mit dem Surfen ist es also nicht ganz vergleichbar.Zum Koordinationstraining und für Reha-Übungen ist es allerdings bestens geeignet.  

Wo kann man das Sensoboard kaufen?

Kaufen kannst du das Sensoboard auf der Seite von Sensosports*. Mit dem Rabattcode “landratten” bekommst du dort 7 % auf alles im Shop.

Zum Sensosports Shop*

Zusammenfassung Sensoboard

Für dich wenn: Wenn du deine Koordination in sämtlichen Dimensionen trainieren willst, dein Fokus auf Surf-Fitness oder Reha-Übungen für Fuß-, Knie oder Hüftgelenke liegt.

Deck: Gerade, verschiedene Formen erhältlich

Maße Deck: 80 cm x 52 cm (Standardvariante)

Material Rolle: Keine Rolle – Metallkugel und Gummibänder zu Lagerung des Boards

Preis: ab 299 Euro

Sensoboard Seitenansicht
Bild: Qualität hat ihr Gewicht – ganze 15kg bringt das Sensoboard in Grundausführung auf die Waage.

Häufig gestellte Fragen

Welche Seilstärke/ Farbe benötige ich?

Einsteigern, die schon einmal auf deinem Surfbrett standen, empfehlen wir die schwarzen Gummis. Diese werden standardmäßig mitgeliefert. 

Wenn du dir allerdings unsicher bist und glaubst deine Koordination liegt noch im unterdurchschnittlichen Bereich oder etwas mehr wiegst, kannst du auch mit den weißen Gummis starten. Diese verzeihen etwas mehr.

Für was ist das Sensoboard Training gut?

Das Sensoboard Training ist für alle gut, die Ihre Balance und hier vor allem die feine Koordination auf Rückenmarksebene verbessern wollen. 

Genauso eignet sich das Board perfekt für Leute, die Reha bedingt oder zur Leistungssteigerung ihre Tiefenmuskulatur stärken wollen.

Wie schwer ist das Sensoboard?

Das Sensoboard ist in der Grundversion 15 kg schwer und damit nicht gerade das mobilste unter den Balance-Boards.

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Über den Autor

Dennis

Gründer von landratten.org. - Versucht seit 2005 seinen Mangel an Talent beim Surfen zu überwinden :-)

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