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Surfen Lernen – vom Anfänger zum Pro

Surfen Lernen Beitragsbild

Wellenreiten ist in Europa mittlerweile zu einem Massenphänomen geworden. Immer mehr Menschen wollen Surfen lernen. Und das gilt selbst für Deutschland, fernab jeglicher brauchbarer Surf-Spots. In den letzten 10 Jahren hat sich dieser Trend nochmals exponentiell verstärkt. Wirtschaftlich fette Jahre und der „Wegfall“ einiger Urlaubsregionen im Mittelmeerraum haben ihn weiter getrieben. Wie man das findet, das Urteil sei jedem selbst überlassen.

Fakt ist, das zwischen Bretagne und West-Algarve jedes Jahr Zehntausende, wenn nicht Hunderttausende Anfänger durch Surfcamps und Surfschulen geschleust werden.

Was früher nur risikobewusste Abenteurer gewagt haben, trauen sich heute auch sicherheitsaffine Verwaltungsangestellte. Surfen ist aber nicht weniger gefährlich geworden. Oft begeben sich Menschen in potenziell lebensgefährliche Situationen, ohne es zu wissen. Das handgemalte „Lifeguard“-Schild auf Bali bedeutet nicht, dass wirklich jemand da ist, der dir helfen könnte!

Das soll dir aber keine Angst machen oder dich vom Surfen abhalten. Allein das Verständnis und eine gesunde Einstellung zum Risiko sind wichtig. Von Homer Simpson wissen wir schließlich, dass Risiken das Leben erst lebenswert machen. Fürs Surfen zählt das allemal! Mache einfach deine Hausaufgaben, übe dich in Geduld und gehe beharrlich in kleinen Schritten voran. Dann ist das Risiko kalkulierbar und du hast die Chance etwas zu lernen, dass mehr ist als bloßer Sport.

Um dich bei deinem Start zu unterstützen, werden auf dieser Seite die brennendsten Fragen rund ums Surfern lernen behandelt. Viel Erfolg!

Wo kann man Surfen lernen?

Surfen lernen kann man im Prinzip überall wo es Wellen gibt. Die Bedingungen für Surfer und insbesondere für Surfanfänger unterscheiden sich jedoch stark. Um einen guten Start zu erwischen macht es daher Sinn den richtigen Ort UND die richtige Zeit auszuwählen. Schauen wir uns einmal an, was es zu beachten gibt. Außerdem sind weiter unten ein paar Beispiele beliebter Surf-Reviere für Anfänger aufgeführt.

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Welche Surf-Spots sind für Anfänger geeignet?

Fast jedes Surfrevier bietet Surf-Spots, die für Anfänger geeignet sind. Welcher Spot der richtige für einen Wellenreiter ist, hängt immer sowohl vom Können des Surfers ab als auch von den äußeren Bedingungen (Wind, Wellen). Und natürlich vom Spot selbst. Ein absoluter Anfänger benötigt für seine ersten Stehversuche andere Bedingungen als jemand, der schon etwas Erfahrung hat und z.B. üben möchte eine “grüne Welle” zu surfen.

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Wie sieht ein guter Surf-Spot für den Start aus?

Die ersten Versuche beim Surfen lernen finden in Weißwasser statt. D.h. die Welle ist bereits gebrochen und schiebt eine breite Schaumfront vor sich her. Diese ist weniger Steil als eine brechende Welle und du musst dir nur wenig Sorgen bzgl. Positionierung und Timing machen. Das primäre Ziel ist es, den Pop-up, das Aufstehen auf dem Surfbrett zu üben. Mit „richtigem“ Wellenreiten hat das noch nicht so viel zu tun. Daher sind die Ansprüche an deinen Spot auch andere als bei Fortgeschrittenen Wellenreitern.

Es gibt durchaus viele Spots/ Strände, die unter gewissen Bedingungen für Anfänger wie Fortgeschrittene geeignet sind. Nur halten diese sich an anderen Stellen am gleichen Spot auf. Die Könner wollen das „Face“ der Welle surfen, kurz bevor sie bricht. Sie positionieren sich daher weiter draußen im Wasser als du als Surf-Anfänger.

Deine Ansprüche als absoluter Anfänger an die äußeren Bedingungen sind anders:

  • Lang auslaufendes Weißwasser, auf dem du möglichst lange fahren kannst
  • Flach abfallender Strand, der eben dies ermöglicht
  • Untergrund aus Sand (kein Muss!)
  • Wenig Strömung

Weißwasser kann man auch bei relativ großen Wellen surfen, weil diese nach dem Brechen den Großteil ihrer Kraft verlieren. Wenn viel Wasser in Bewegung ist, gibt es aber immer stärkere Strömungen. Mit dem Thema Strömungen beim Surfen solltest du dich unbedingt auseinandersetzen.

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Wie sieht ein guter Surf-Spot aus, um grüne Wellen zu trainieren?

Ob du deine ersten grünen Wellen erfolgreich surfen wirst, hängt zu sehr großen Teilen vom Spot und den vorherrschenden Bedingungen ab. Je erfahrener du wirst, desto flexibler wirst du, was die Bedingungen angeht. In ein paar Jahren wirst du vielleicht gut einschätzen können, wo genau die Welle brechen wird, die gerade auf dich zukommt. Du bewegst dich aktiv in die richtige Position und nimmst sie zur Not im letzten Augenblick bevor sie bricht und machst einen explosiven Take-Off.

Wenn du noch am Anfang deiner hoffentlich langen Surf-Laufbahn bist und trainieren willst grüne Wellen zu surfen, bist du noch nicht so flexibel. Du brauchst mehr Zeit für deine Entscheidungen und ein Umfeld, das nicht jeden Fehler bestraft. Neben dem richtigen Surfboard sind hier die Bedingungen am Surf Spot ein entscheidender Faktor.

Um möglichst schnell Erfolge auf grünen Wellen zu feiern, sollten die Wellen in etwa so aussehen:

  • Eher fett und nicht so steil.
  • Sie fangen langsam an sich weiss zu kräuseln und schlagen nicht ein.
  • Dadurch hast du mehr Spielraum auf dem Face
  • Am besten wenig oder kein Wind (was aber leider selten ist)
  • Das funktioniert nur in Kombination mit einem Board, welches dir entsprechenden Vortrieb bietet
Batu Bolong Bali - grüne Wellen üben

So sollte es sein: Geordnet und nicht zu schnell. Batu Bolong auf Bali bietet für Anfänger perfekte Bedingungen um grüne Wellen zu trainieren

Nun bleibt natürlich die Frage, wo man solche Wellen findet. Solche Voraussagen können beim Surfen manchmal schwer sein und oft wirst du nicht umhinkommen an verschiedenen Surfspots danach Ausschau zu halten. Es gibt aber Faktoren, die das Auftreten der genannten Bedingungen wahrscheinlicher machen. Wenn du dir die Vorhersage der Wellen (den Surf Forecast) anschaust, kannst du die Wahrscheinlichkeit am richtigen Spot zu landen deutlich erhöhen.

  • Der Spot ist tendenziell kein Beach-Break sondern eher Reef oder Semi-Reef (d.h. Stein mit Sand). Beach Breaks nur bei sehr kleinen Wellen und Flut.
  • Es ist viel Wasser auf dem Spot, damit die Kompression nicht so stark ist und die Welle nicht so steil bricht. Das muss nicht unbedingt bedeuten, dass Flut sein muss. Es kann auch sein, dass ein Spot überhaupt nur bei Low-Tide (Ebbe) genug Kompression bietet, dass eine fett brechende Welle entsteht.
  • Der Spot ist etwas von der Swell-Richtung abgewandt oder ein direkt kommender Swell ist recht klein.
  • Der Wind bläst Offshore (d.h. vom Land aufs Meer) und ist eher schwach.

Die richtige Interpretation von Surf-Bedingungen ist eine Frage von Erfahrung und der Kenntnis lokaler Begebenheiten. Vielleicht kannst du dir Tipps von erfahrenen Surfern oder Guides holen.

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Surfreviere für Anfänger

Unter “Revier” soll hier eine Region verstanden werden, welche ggf. Ziel eines Surf-Urlaubs werden kann. In vielen Surfrevieren auf der Welt gibt es sowohl Spots für Anfänger, als auch für Fortgeschrittene.

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Was macht ein Surfrevier für Anfänger aus?

Einige Gebiete haben überwiegend Surf Breaks auf Stein und Riff. Es ist durchaus auch möglich an einem Reefbreak seine ersten Schritte zu machen, wenn dieses zum Land hin eben ausläuft. Die meisten fühlen sich jedoch mit einem weichen Sanduntergrund wohler.

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Surfen lernen in Frankreich

Frankreich ist vielleicht das Land, in dem die meisten Deutschen mit dem Surfen lernen begonnen haben. Das liegt neben der langen Küstenlinie mit vielseitigen Surfrevieren an der geographischen Nähe. In unser Nachbarland bietet sich ein Surftrip mit Auto oder Van an.

Zum bekannten und hochklassigen Surfrevier Biarritz muss man sich dazu fast bis an die spanische Grenze begeben. Anfänger finden jedoch auch näher paradiesische Konditionen. Kilometerlange Sandstrände mit Sandbänken in allen Variationen gibt es z.B. in der Nähe von Bordeaux. Genannt seien hier Mimizan und Biscarrosse.

Hier gibt es auch eine Top Infrastrukrur mit Surfschulen, Shops und Surfcamps.

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Surfen lernen in Portugal

Auch Portugal ist bei der Beliebtheit ganz weit vorne. Leider führt das an manchen Orten zu einer wahren Übervölkerung mit deutschen Surfern.

Das schlägt sich auch in den Preisen nieder. Während Portugal bis vor einigen Jahren fast ein Spar-Tipp war, sind die Preise in den Surfhochburgen mittlerweile deutlich angezogen.

Umgehen lässt sich das, wenn du dich mit dem Camper auf die lange Reise machst, was ebenfalls sehr beliebt ist. Wildcampen ist zwar offiziell verboten, wird jedoch weitestgehend toleriert. Vans und Wohnmobile gehören zum Bild vieler Surfspots. Leider auch die Begleiterscheinungen wie Kot, Toilettenpapier und Müll in den Dünen.

Surfschulen findest du dafür an jeder Ecke, oft auch direkt am Strand. An den beliebteren Stränden ist es daher kein Problem spontan eine Surfstunde zu nehmen.

Bild Surfen lernen in Portugal

Surfschulen gibt es in Portugal häufig direkt am Strand.

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Surfen lernen in Holland

Ja auch in Holland kann man Wellenreiten. Nicht besonders gut, nicht konstant und meistens auch in ziemlich kaltem Wasser. Dafür ist es nur einen Steinwurf von Deutschlands größtem Bundesland NRW entfernt. Dort hoffen ständig tausende Wellenreiter auf die richtigen Bedingungen, die einen Wochenendtrip zu unseren Nachbarn rechtfertigen. Leider warten sie allerdings oft vergeblich.

Wenn du in Grenznähe wohnst und zufällig einen erfahrenen Holland-Surfer kennst, der die Vorhersagen für dich interpretieren kann, ist es durchaus eine Option hier die ersten Wellen zu starten. Informiere dich vorher, wo es Surfschulen gibt und ob diese auch geöffnet haben, wenn du planst zu kommen.

Der wohl bekannteste Surf Spot in Holland ist der Pier in Scheveningen. Hier tummeln sich bei noch so schlechten Bedingungen scharenweise Surfer. Als Anfänger kannst du um diesen Trubel getrost eine Kurve machen. Wenn es Wellen gibt, findest du Weißwasser zum Wellenreiten zu genüge an den endlosen Sandstränden in Noord-Holland.

Mit Glück und gutem Timing ist es also auch möglich in Holland Surfen zu lernen. Für einen echten, lange vorausgeplanten Surftrip ist es jedoch nicht geeignet.

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Surfen lernen auf Bali

Bali, die Insel der Götter, ist eines der größten Surf-Mekkas der Welt. Um das gesamte Eiland herum gibt es Surf-Spots in einer Dichte, die ihresgleichen sucht. Viele davon auf Weltklasse Niveau.

An jeder Ecke gibt es Surfcamps und Surfschulen. Aber warum nicht gleich einen lokalen Privat-Coach nehmen? Bei dem niedrigen Lohnniveau auf Bali kostet das kaum mehr als 25 Euro am Tag.

Und die Einheimischen? Besonders im Süden der Insel ein Traum von Offenherzigkeit und Freundlichkeit, wie du es wahrscheinlich nirgendwo sonst erlebst.

Also auf nach Bali? Nicht ganz so schnell. Die indonesische Insel verbindet Licht und Schatten wie kaum eine andere Surf-Destination.

Der in den letzten Jahren modern gewordene Begriff des „Über-Tourismus“ könnte gut und gerne auf Bali geboren worden sein. Dieser frisst sich seit Jahren von Denpasar und Kuta aus immer weiter ins Land. Stetig steigende Touristenströme fluten die Insel Jahr für Jahr. Profiteure des profitablen Geschäftes sind in der Regel eher internationale Investoren als die lokale Bevölkerung.

Die Infrastruktur hält mit dieser Entwicklung nur unzureichend Schritt. Weder funktionierende Abwassersysteme noch ausreichende Müllentsorgung stehen zur Verfügung. In der Konsequenz ist Bali zu einem umwelttechnischen Krisenherd geworden. Im Meer und an den Stränden häufen sich die Verpackungsreste westlicher Convenience Produkte. Das Meer ist besonders an der bei Surfern beliebten Nord-West Küste mit Abwasser aus den zahlreichen Flussmündungen belastet.

Müllproblem auf Bali

Müllentsorgung auf Bali – Kleine illegale Müllkippen finden sich überall.

Wer beim Surfen nicht aufpasst und einen großen Schluck Meerwasser nimmt, dem droht der berüchtigte Bali Belly. Das ist nichts anderes als ein Oberbegriff für alle möglichen Durchfall und Magen-Darm-Erkrankungen. Gerade als Anfänger lässt sich der ein oder andere Schluck kaum verhindern.

Auch an deine Lieblingsorte solltest du dich nicht zu sehr gewöhnen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass du diese im nächsten Jahr nicht wiedererkennen wirst, weil in der Zwischenzeit jedes freie Reisfeld mit einem Hotel bebaut wurde.

Fazit: Ja, Bali bietet großartige Möglichkeiten für Surfanfänger zum Surfen lernen. Es gibt aber auch eine grosse Kehrseite. Lies am besten diesen Beitrag über Surfen auf Bali, wenn du mehr zum Thema erfahren willst.

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Kann man auf einer stehenden Welle Surfen lernen?

Auf einer stehenden Welle kann man lernen auf einer stehenden Welle zu surfen. Bist du schon ein Crack auf einer stehenden Welle, wirst du aber wahrscheinlich auch schnelle Fortschritte beim Surfen lernen auf dem Meer machen.

Grundsätzlich sind stationäres Surfen und Surfen auf dem Meer jedoch so verschieden, dass nochmals ein Lernprozess stattfinden muss. Es gibt also Unterschiede, aber auch große Ähnlichkeiten, insbesondere was die Bewegungsabläufe angeht. Außerdem sind stehende Wellen quasi endlos, so dass du beim Trainieren von Surf-Manövern mehr Wiederholungen erreichst, als auf dem Meer. Mit entsprechendem Trainingseffekt.

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Sind Surfcamps gut zum Surfen lernen?

Surfcamps sind eine Möglichkeit Surfen zu lernen. Der Gedanke ist einfach und naheliegend. Du buchst deinen Aufenthalt im Camp und gehst dort jeden Tag mit einem Surfguide ins Wasser. Wie effektiv das ist, hängt neben den jeweiligen Bedingungen von zwei Faktoren ab, welche im Einflussbereich des Camps liegen:

  1. Ob und wie weit das Camp Aufwand betreibt dich zu einem passenden Spot zu fahren
  2. Von der Qualität und dem Betreuungsschlüssel (Trainees pro Coach) der Surflehrer.

Ersteres kannst du versuchen durch Nachfragen, Beobachtung und ggf. eigene Erfahrungen oder die Anderer in Erfahrung zu bringen. Zur Beurteilung der Qualität siehe Abschnitt Wie erkennt man eine gute Surfschule weiter unten.

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Sicherheit beim Surfen lernen

Bei Surfanfängern reicht das Spektrum von übertriebenen Ängsten bis zu grober Fahrlässigkeit. Angst ist eine automatische Reaktion, welche sich durch rationale Überlegungen nur begrenzt beeinflussen lässt. Hält dich deine Angst beim Wellenreiten lernen auf, lies einmal diesen Beitrag über den Nutzen von Angst beim Surfen.

Fahrlässiges Verhalten ist dagegen meist das Resultat falscher Einschätzungen aufgrund fehlenden Wissens und fehlender Erfahrung. Was das angeht, solltest du dich ständig weiterentwickeln. Hier ein paar Grundlagen für den Anfang.

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Ist Surfen lernen gefährlich?

Wellenreiten ist ein Sport, der im Meer in unüberwachten Bereichen stattfindet. Naturgemäß bringt das gewisse Risiken mit sich. Ist man sich dessen bewusst, kann man diese aber managen und durch entsprechendes Wissen und Vorbereitung minimieren.

Die Verantwortung dafür liegt bei jedem selbst. Surf-Guides und Lifeguards (wenn es sie überhaupt gibt) sind dabei nur Teil der Gleichung, können diese Verantwortung aber nicht übernehmen. Kommt man aus einem eher überregulierten Land wie Deutschland, besteht der erste schwierige Schritt darin sie anzunehmen und zu akzeptieren.

Gute Surfschulen helfen dir trotzdem die Risiken zu minimieren. Sie lassen dich nur in kontrollierbaren Bedingungen ins Wasser, in denen dir zur Not ein trainierter Rettungsschwimmer helfen kann. Für den Anfang ist das Ok. Willst du aber richtig Surfen, musst du lernen auf dich selbst aufzupassen.

Seine eigenen Grenzen auszutesten und zu verschieben ist eine überragende Erfahrung. Ohne gewisse Risiken einzugehen ist das nicht möglich. Wenn du dein Limit in kleinen Schritten erweiterst, sind diese aber kontrollierbar.

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Was sind die wichtigsten Sicherheitsregeln beim Surfen lernen?

  • Denk nicht mal daran zu Surfen, bevor du richtig gut Schwimmen kannst
  • Sei Fit und stark
  • Gib Acht auf dein Material, insbesondere deine Leash
  • Respektiere die Surf Etikette
  • Bist du nicht sicher, ob ein Spot sicher ist und du die Bedingungen meistern kannst, gehe nicht ins Wasser
  • Beobachte einen Spot genau, bevor du ins Wasser gehst.
  • Eigene dir so viel Wissen über das Meer, Wellen und Surfen an, wie es geht
  • Vertraue nicht blind dem Urteil und den Einschätzungen anderer
  • Gib dir Mühe deine eigenen Fähigkeiten nüchtern und objektiv einzuschätzen

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Ist Surfen lernen schwierig?

Die Kurzantwort ist Ja, Surfen ist schwer zu lernen. Die Anforderungen an die Athletik sind hoch, die Motorik ist komplex und dazu ist der Untergrund (die Welle) noch in einer schwer berechenbaren Bewegung.

Während sich die ersten Schritte schnell realisieren lassen, kommt es häufig zu Plateaus, welche sich nur mit Beharrlichkeit überwinden lassen. Als reiner Urlaubssurfer, der vielleicht 5 Wochen im Jahr am Meer verbringt, ist umso mehr Geduld von Nöten.

Entscheidest du dich Wellenreiten langfristig zu betreiben, solltest du in jedem Fall Ausdauer haben und langfristig denken.

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Wie lange braucht man zum Surfen lernen?

Eine häufige aber niemals einfach und eindeutig zu beantwortende Frage ist, wie lange es dauert Surfen zu lernen. Wir versuchen es trotzdem.

Was heißt überhaupt „Surfen können“? Es ist ja nicht so, dass man das so Schwarz-Weiß beschreiben könnte. Entweder du kannst Surfen oder du kannst es nicht – so simpel ist es nicht.

Hangeln wir uns also an einigen wichtigen Meilensteinen für Surfanfänger entlang.

Wie lange braucht man, bis man auf dem Surfboard im Weißwasser aufstehen kann?

Das Aufstehen ist der erste Schritt und das erste Erfolgserlebnis auf dem Weg zum Surfen lernen. Es ist auch mit Abstand der am einfachsten zu erreichende Meilenstein.

Bist sportlich und hast ein gutes Balance und Körpergefühl, erreichst du ihn wahrscheinlich schon am ersten Tag. Vielleicht sogar mit deiner ersten Welle.

Sollte dir dies nicht vergönnt sein, liegt das vielleicht nur daran, dass du eine schlechtere Ausgangsposition hattest. Einige körperliche Voraussetzungen musst du dir vielleicht noch aneignen. Stellen sich erste Erfolge nicht gleich ein, hast du die erste Gelegenheit deine Beharrlichkeit zu trainieren. Es ist durchaus üblich, dass einige Leute mehrere Tage benötigen, bis sie das erste mal auf dem Board stehen.

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Wie lange braucht man, bis man eine “grüne” Welle Surfen kann?

Eine grüne Welle zu surfen vermittelt Anfängern das erste Mal das Gefühl richtig zu surfen. Dein erster Ritt auf dem Face einer Welle ist vielleicht noch zu großen Teilen ein Zufallsprodukt und es dauert nochmal etwas, bis du es unter guten Bedingungen reproduzieren kannst.

Daher definieren wir diesen Meilenstein so: Bei guten Bedingungen bist du in der Lage mehrmals pro Session ohne fremde Hilfe eine Fahrt einer grünen Welle entlang zu trimmen.

Talentierte Anfänger, die eventuell schon einen Hintergrund in anderen Boardsportarten haben können das ab ca. 10-20 Surftagen erreichen.

Hast du weniger Vorerfahrungen und eher gestückelte Surftrips mit langen Zeiten dazwischen, solltest du mit deutlich mehr rechnen. So kommen auch schnell 30 bis 50 Tage zusammen.

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Wie lange braucht man, bis man richtige Turns fahren kann?

Jetzt wird es nochmal schwieriger eine klare Abschätzung zu geben. Das trainieren von Turns und Manövern erfordert, dass du möglichst viele Wellen surfst. Das wiederum hängt von deiner Fitness, einem geschulten Auge und deinen Fähigkeiten zur Wave Selection ab.

Der wohl erfolgreichste deutsche Profi-Surfcoach Martin Walz geht in seinem Beitrag zum Thema Surfboard kaufen davon aus, dass für ein Fortgeschrittenes Surftraining mit einem professionellen Coach mindestens ca. 100 Wassertage erforderlich sind.
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Wie erkennt man eine gute Surfschule?

Die Eingangs genannte Schwemme an Surfschülern führt dazu, dass auch immer neue Surfschulen und Surfcamps aus dem Boden sprießen. Zu deren Qualität trägt es sie dagegen nicht bei. Als Neuling hast du nun die Qual der Wahl, welcher der zig Surfschulen du dich anvertraust.

Leider weist du vorher nicht, was dich erwartet. Und selbst wenn du es wüsstest, fällt es dir als Anfänger vielleicht trotzdem schwer zu beurteilen, ob das nun gut oder schlecht war.

Damit du dennoch keinen kompletten Blindflug machen musst, folgen ein paar Kriterien, die zur allerersten oberflächlichen Beurteilung taugen. Frage danach oder – noch besser – beobachte mal eine Unterrichtsstunde deiner potenziellen Surfschule.

Bild - eine gute Surfschule erkennen

Das Training beginnt schon am Strand mit Trockenübungen und Warm-Up.

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Kriterien für Surfschulen

  • Betreuungsschlüssel: Je mehr Lehrer desto besser, maximal 6 Trainees pro Surflehrer
  • Qualität Material: Sieht das Material gut in Schuss aus oder als ob es Reif für die Tonne wäre?
  • Bietet die Schule Surfkurse für verschiedene Level an? Wenn nicht scheint sie nicht besonders darauf erpicht zu sein dich weiter zu bringen.
  • Alter der Coaches: Das hört sich sicher blöd an, aber junge Surflehrer verfolgen tendenziell öfter andere Interessen (Wenn du verstehst was ich meine) als dir Surfen beizubringen als ältere
  • Ausbildung/ Zertifikat der Surflehrer: Schaue, dass du einen Surflehrer mit ISA Surf Instructor Level 1 Ausbildung bekommst

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Was sind die Voraussetzungen zum Surfen lernen?

Hier nochmal auf einen Blick eine Auflistung der wichtigsten Voraussetzungen zum Surfen lernen:

  1. Sei ein(e) guter Schwimmer(in).
  2. Sei Fit.
  3. Sei geduldig und ausdauernd.
  4. Sei Risikobewusst und mache dir klar, dass du in freier Natur unterwegs bist.
  5. Lerne alles, was du über das Meer und Wellen in Erfahrung bringen kannst!
  6. Lerne vor allem, wie landnahe Strömungen funktionieren und wie man damit umgeht.
  7. Informiere dich über Surfetiquette und Verhaltensregeln zum Umgang mit anderen Surfern im Wasser.

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