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XSWIM – Schwimmtraining speziell für Surfer von Rob Case

Es gibt eine einfache Erfolgsgleichung beim Surfen: Mehr Paddle-Power gleich mehr Wellen gleich schnellere Fortschritte beim Surfen. Das ist keine schlechte Nachricht, denn diese Gleichung lässt sich sehr gut zu unseren Gunsten beeinflussen, auch als landlocked Surfer. Der erste Ansprechpartner in der Surf-Welt zu diesem Thema ist der kalifornische Paddel-Technik und -Trainings Experte Rob Case. Mit seinem surfspezifischen Cross-Swim-Workout XSWIM* bietet er Surfern eine effektive Möglichkeit sich jenseits des Ozeans (nämlich im Schwimmbad) in Topform zu bringen. Ich habe mit ihm darüber gesprochen und das Programm selbst getestet.

— (Dieser Artikel ist erstmalig am 26.2.2016 erschienen. Dies ist eine überarbeitete Version mit aktualisierten Links und Infos.) —

Das man als Surfer ein guter Schwimmer sein sollte, ist kein Geheimnis. Surf Legende Laird Hamilton bringt es in seinem Buch ‘The Force of Nature’ auf den Punkt: “The first order of business is to become a strong swimmer. No swimming, no surfing.” Außerdem ist ein schneller Schwimmer auch auf dem Surfboard schneller unterwegs und hat ein besseres „Wassergefühl“. Wäre es nicht wunderbar, wenn es ein Trainingsprogramm gäbe, dass abwechslungsreich ist, uns zu besseren Schwimmern macht und auch sonst Fit für jegliche Belastungen beim Surfen?Hier kommt wieder einmal Paddel-Technik Guru Rob Case ins Spiel, der uns auf landratten.org schon zu verschiedenen Themen beraten hat. Er hat das Schwimmtrainings- Programm XSWIM* speziell für Surfer entwickelt. Dabei werden aber nicht einfach Kilometer gemacht und Kacheln gezählt. XSWIM for Surfers ist ein ganzheitliches Training, bei dem man ständig zwischen Übungen im Wasser und an Land hin und her wechselt, so dass auch der letzte Muskel auf epische Surf Sessions vorbereitet wird.

Was ist XSWIM?

Im Schwimmbad seine Bahnen zu ziehen ist nicht jedermanns Sache. Einfach nur Kilometer zu machen, oder Intervalltraining ist mir persönlich zu monoton. Und Schwimmtraining allein reicht nicht aus, um den Körper auf die vielfältigen Anforderungen beim Surfen vorzubereiten. Genau dieses Problem löst Robs XSWIM Onlinekurs.

Jede Trainingseinheit besteht aus 5 Modulen: Warm-Up, Endurance, Agility, Balance und Flexibility. Schwimmen wird hier im Prinzip als Komponente eines komplexeren Workouts verwendet und es wird ständig gewechselt zwischen Übungen im und außerhalb des Beckens. Trainiert wird nicht nur fürs Paddeln, sondern auch fürs Duck-Diven, Take-Offs und alle anderen Belastungen. Dabei kommen auch surfspezifische Übungen zum Einsatz wie z.B. der Surf-Stance Squat, eine Kniebeuge, die den Stand auf dem Surfbrett simuliert. Die Module Balance und Flexibility sind häufig durch Yoga-Übungen geprägt.

Wer sich einschreibt, bekommt Zugang zu einer Fülle von Workout-Videos und PDFs, sowie den sogenannten Pool-Cards. Diese PDFs werden ausgedruckt und (möglichst in einer Hülle) an den Beckenrand gelegt, so dass man jederzeit weiß, was im jeweiligen Workout als nächstes anliegt.

XSWIM ist als 30-Tage Programm konzipiert, kann meiner Meinung nach aber ganz gut auf die individuellen Bedürfnisse angepasst werden. Die 6-Trainingstage pro Woche, die der Plan standardmäßig vorsieht, sind für meinen Alltag definitiv zu viel, schließlich bin ich auch von Schwimmbad Öffnungszeiten abhängig. Für meinen Test habe ich das Wochenpensum daher auf im Schnitt 3 Einheiten reduziert. Für einen Hobbyathleten sicher ein realistischeres Ziel. Rob geht übrigens davon aus, dass ihr in einem 25m Becken trainiert. Ich habe einige Einheiten in einem 50er Becken durchgeführt, wobei einige Anpassungen nötig sind (Im Zweifelsfall einfach die Schwimmeinheiten verlängern ;-)).

Ein erster Blick auf die Pool-Cards: Weder die Schwimmdistanzen, noch die Übungen an Land für sich genommen, lassen einen trainierten Athleten vor Ehrfurcht erstarren. Aber wenn man erstmal loslegt, wird schnell klar, dass die Kombination die Sache interessant macht. Die Zusammenstellung der Übungen simuliert die transitionale Belastung beim Surfen sehr gut. Rob selbst beschreibt es so:

 “I developed each workout to be transitional, just like surfing. In surfing, we progress through many different unique movements, one after another, and often change those motions. We don’t do one motion over and over again, rest, and then do it again. Rather, we move from one motion to a completely different motion to another different motion and so on. We transition from one movement to the next so we need to train that way to prepare and improve. Pretty simple, but effective. If you think about it, doing a plank for a minute isn’t that hard in isolation. But it starts to really challenge you after you swim 200m hard for example.”

XSWIM Schwimmtraining Pool Card

Bild: Eine Pool-Card von XSWIM

Zuerst die richtige Schwimmtechnik erlernen

Schwimmtraining macht nur Sinn mit der richtigen Technik. Ohne die hilft kein noch so ausgefeilter Trainingsplan. Wenn ihr keine Vergangenheit als Leistungsschwimmer habt, tut es sicher gut erstmal mit ein paar reinen Technik-Einheiten zu starten, bevor ihr mit XSWIM loslegt. Ein intensives Theoriestudium, z.B. über Bücher oder YouTube ist dabei die Minimalvoraussetzung. Auch XSWIM bietet kurze Einführungen in die verschiedenen Schwimmstile.

Besser ist es an einem richtigen Technik-Training teilzunehmen oder sich die Technik im Becken von einem Profi zeigen zu lassen. Viele große Schwimmvereine bieten Technikkurse auch für Nichtmitglieder an.

Was bringt Schwimmtraining für Surfer mit XSWIM?

Die entscheidende Frage: Was bringt es? Da ich regelmäßig Schwimm- und Wasserballtraining auf dem Plan habe, hatte ich vermutet, dass sich der Effekt bei mir in Grenzen halten würde. Robs Schwimmtraining für Surfer bringt einen jedoch häufig ans Limit und die ständige Abwechslung hat dazu beigetragen, dass ich die Einheiten immer konsequent durchgezogen habe, auch wenn ich eigentlich keine Power mehr hatte. Ein vorgegebenes Programm zu haben ist wichtig für die Motivation. Wenn man sich einfach nur sagt: „Ich gehe jetzt ne Runde schwimmen“, ist eine Luschi-Einheit vorprogrammiert. XSWIM bietet dabei gute Surforientierte Vorgaben und geht weit über ein normales Schwimmtraining hinaus. Nach meinem Empfinden haben mich die Trainingseinheiten relativ schnell vorwärts gebracht. Die positive Wirkung bemerke ich z.B. beim Wasserball spielen, wo die Belastung sehr dynamisch ist.

Wer das XSWIM Programm konsequent durchzieht, kann sich hohe Ziele stecken. Hier geht es nicht bloß darum sich ein bisschen fit zu machen. Für mich persönlich ist es definitiv eine Bereicherung und ich kann es kaum erwarten, mich endlich wieder in die Fluten (diesmal ist das Meer gemeint) zu stürzen. Und das ganz sicher mit voller Power.

Wo bekomme ich XSWIM?

Wir sind aus dem Netz jede Menge kostenlosen Content gewohnt, weshalb manch einer vielleicht vor der 39.95$ Investition zurückschreckt. Meiner Meinung nach, ist das Programm aber sein Geld wert und das Angebot ist gerade im Hinblick auf das umfangreiche frei zugängliche Material von Rob fair. In der Qualität bekommt man sonst weit und breit nichts. Wer Robs Blog und YouTube Channel kennt, weiß, dass hier jemand jede Menge Herzblut in das Thema steckt. Also: Wer seine Schwimmfähigkeiten verbessern will, hat hier auf jeden Fall eine solide Vorgabe. Es ist abwechslungsreicher als ein normales Schwimmtraining und bereitet somit meiner Meinung nach besser auf die wechselnde Belastung beim Surfen vor. Das Ganze kann Online geordert und runtergeladen werden und zwar HIER (Klick)*.

Kostenlose XSWIM Pool-Cards für Newsletter-Abonennten

Wer es noch genauer wissen will, kann sich kostenlos zwei Pool-Cards schicken lassen. Trage einfach deine E-Mail-Adresse in das Formular ein:



5 Comments XSWIM – Schwimmtraining speziell für Surfer von Rob Case

    1. DennisDennis

      Danke, lohnt sich auf jeden Fall sich auch mal Robs freie Videos auf Youtube anzusehen! Wahnsinn, wie akribisch der sich mit einem augescheinlich so einfachen Thema wie paddeln beschäftigt…

      Reply
  1. Pingback: Die besten Social-Media Channels zum Surfen lernen - landratten.org

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