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Technik

Positionierung auf dem Surfboard – Geniale Tipps von Rob Case

Bild: surfingpaddling.com – Diese Woche habe ich ein so unglaublich aufschlussreiches Video von Rob Case gesehen, dass ich gleich mal meine Planung über den Haufen geworfen habe, um diesen Post dazwischen zu schieben. In dem Video geht es erstens um die korrekte Positionierung auf dem Board und zweitens um die Stellung des Rückens beim Paddeln. Zur Positionierung zeigt Rob einen super Tipp, um seinen „Sweet Spot“ auf dem Board zu finden. Besonders gut an seinem Trick ist, dass nicht ein einzelner Punkt gesucht wird, sondern ein nach vorne und hinten begrenzter Toleranzbereich. So kann man je nach Situation weiter vorne oder hinten liegen. Was die Stellung des Rückens angeht, wird der Mythos enttarnt, dass der Rücken beim Paddeln gewölbt sein muss.

Rob Case ist uns noch in guter Erinnerung, vom Beitrag über Surf- Paddeltechnik. Das oben genannte Video war ursprünglich nur zeitlich begrenzt für seine Newsletter-Abonnenten auf surfingpaddling.com verfügbar. Da Rob aber ein sehr offenherziger Mensch ist, der sein Wissen gerne teilt, hat es keine größere Überredungskunst gebraucht, um ihn davon zu überzeugen das Video öffentlich zur Verfügung zu stellen. Demnächst wird es auf Landratten.org auch noch einen Beitrag über sein surfspezifisches Schwimmtrainingsprogramm XSWIM for Surfers geben, so eine Art Crossfit ohne Gewichte aber dafür mit Schwimmen. Ich bin gerade dabei das Programm zu testen und bislang ziemlich begeistert. Wenn ihr es noch nicht gemacht habt, schaut unbedingt mal auf Robs Webseiten und seinem YouTube Channel vorbei.

Surfingpaddling.com

xswimforsurfers.com

Gerade wenn man öfters mal sein Board wechselt, fällt es manchmal schwer sofort das richtige Gefühl für die Positionierung auf dem Board zu bekommen. Im Video wird ein einfach nachzuvollziehender Trick gezeigt, wie man den Bereich seines Körperschwerpunktes „abstecken“ kann, so dass die Verdrängung des Boards optimal (d.h. minimal) ist:

1. Schritt: Man legt sich relativ weit nach vorne aufs Board und streckt die Arme nach vorne aus. Dann legt man den Kopf nach vorne auf Board ab. Kippt das Board dabei nach vorne, korrigiert man seine Position minimal nach hinten und wiederholt das Austrecken der Arme und ablegen des Kopfes. Das führt man so lange immer wieder durch, bis das Board nicht mehr nach vorne kippt. Nun hat man die hintere Begrenzung seines „Sweet Spots“ gefunden.
2. Schritt: Um die vordere Begrenzung festzustellen, streckt man aus der gerade erlangten Position nun die Hände nach hinten entlang des Oberkörpers aus und legt den Kopf wieder nach vorne. Das Brett wird jetzt nach hinten kippen. Jetzt korrigiert man die Position so lange in kleinen Schritten nach vorne, bis man nicht mehr nach hinten kippt. Nach Abschluss beider Schritte hat man sich seinen Toleranzbereich für die Positionierung auf dem Brett abgesteckt. Um die richtige Intuition zu bekommen, sollte man das öfters mal wiederholen. Am besten schaut ihr euch das selbst mal im Video an (Link ganz unten).

Was die Wölbung des Rückens angeht, hatte ich es mir irgendwann mal von einigen sehr guten Surfern abgeschaut, den Rücken so zu beugen, dass sich eine leichte Tendenz ins Hohlkreuz ergibt. Nachdem ich damit angefangen hatte, habe ich damit sehr guter Erfahrungen gemacht, was die Balance auf dem Board angeht und konnte so die Verdrängung des Boards reduzieren und insgesamt schneller paddeln. Physiologisch gesehen, habe ich ebenfalls gute Erfahrungen damit gemacht. Man hört ja oft, dass man ein Hohlkreuz um jeden Fall vermeiden soll. In dieser Position geht man jedoch aus eigener Kraft der Rückenmuskulatur nach oben, während die Schwerkraft dagegen wirkt und ein Überdehnen verhindert. Vorbelastet durch eine Skoliose (leichte Verkrümmung der Wirbelsäule), habe ich manchmal Rückenprobleme, welche durch dieses zusätzliche Training der unteren Rückenmuskulatur sogar mehr oder weniger abgestellt wurden.

Surf Paddeltechnik

Eigentlich nicht ganz korrekt: Der Surfer im Beitragsbild zur Surf-Paddeltechnik hält den Kopf sehr hoch und wölbt den unteren Rücken. Das verbraucht viel Kraft und Energie.

Ich habe mir dadurch jedoch einen großen Nachteil eingebrockt: Diese Position ist verdammt anstrengend! Nach einer Weile hat sich die Rückenmuskulatur zwar soweit angepasst, dass das bei einer einzelnen Session kein großes Problem mehr war, aber wann immer ein Surf-Trip ansteht, bei dem es an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen mehrmals täglich ins Wasser geht, sind Ermüdungserscheinungen unvermeidlich. Rob erklärt in seinem Video, dass in der Theorie der Kopf eigentlich flach gehalten werden müsste. Da beim Surfen ein guter Überblick aber unerlässlich ist, hält man ihn in einer neutralen Stellung, zieht ihn aber nicht künstlich hoch, so dass sich der untere Rücken wölbt, wie es sehr verbreitet ist.

Ich habe mir auf jeden Fall fest vorgenommen die Punkte aus dem Video in Zukunft umzusetzen.

Link zum Video zur Positionierung auf dem Surfboard

Das Video ist auf Robs Website zu finden und lässt sich hier nicht direkt einbinden. Deshalb der Link: Hier geht’s zum Video.

1 Comment Positionierung auf dem Surfboard – Geniale Tipps von Rob Case

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